Sonntag, 21. April 2013

Mit Marc und Henry am Etang de la Goutte Poinsotte


Schon lange war klar das wir unseren ersten Ansitz in Frankreich verbringen würden und die Freude stieg von Tag zu Tag.
Dann war es endlich soweit, am 01.04.13, nach langem Planen, Aufrüsten und Einkaufen war der Tag gekommen und wir machten uns morgens um 5 Uhr auf den Weg.


clip_image002


Der „Etang de la Goutte Poinsotte“ liegt in Saint Sauveur, das ist in der Nähe von Belfort in Frankreich und ca. 110Km vom Grenzübergang Neuenburg und 230Km von Saarbrücken entfernt.
Nach knapp 6 Stunden Fahrt, waren wir endlich da und standen an einem etwa 7 Hektar großen See mit einer kleinen Insel und mehreren Seerosenfeldern.

clip_image004


Am See gibt es sanitäre Einrichtungen und Holzhütten, die wunderbar genutzt werden können und top in Schuss sind.


clip_image006

clip_image008


Dennoch waren wir nicht zum duschen oder schlafen da, sondern zum Karpfenangeln! Hier gibt es schöne Fische und auch einige Raketen mit 60+. Somit war unsere Motivation sehr hoch und wir haben direkt mit der Montage der Ruten begonnen. Nach kurzer Analyse waren unsere Plätze fix und wir haben unsere Fallen gestellt. Als Köder fischten wir die White Onion`s und den Klassiker High Protein. Die Bissanzeiger waren nun scharf und der anstrengende Anreisetag für uns zuende.


clip_image010


Der erste von 5 Tagen war vorbei und die Nacht war mit -2 Grad und keinem Biss nicht nach unserem Geschmack, also haben wir unsere Ruten neu beködert, uns am See etwas umgeschaut und unsere Ruten wieder ausgebracht.
Es dauerte knappe 15 Minuten und Marc´s Rolle lief!!
Nach kurzem Drill war es vollbracht und der erste Franzosen-Karpfen lag auf der Matte, mit 30Pfund, ein Guter Anfang. Das schraubte die Motivation noch mal nach oben.Gebissen hat er auf zwei 18er Protein Boilies.

clip_image012


Tagsüber war das Wetter schön sonnig, mit knappen 15 – 20 Grad, was uns Hoffnung gab, da unser Platz im flachen Bereich des Sees lag und es sich dort schneller erwärmt. Also nichts wie raus mit der Rute und weiter geht’s noch ein bisschen Futter und Boilies dazu und das Mahl für den Nächsten ist angerichtet. Unser Futter bestand aus einem Partikelmix aus Mais, Hanf, Weizen, Tigernüssen und Boilies. Dann lief auch meine Rute das erste Mal und ich war überglücklich, doch das hielt nicht lange an, denn der Fisch schlitzte leider auf halbem Weg aus. Doch, Biss ist Biss und zeigt dass die Fische aktiv sind!! Und so war es in der Nacht. Mein nächster Run, doch wieder Schlitze mein Fisch aus und ich fragte mich schon WARUM!?! Hakenkontrolle, alles in Ordnung und zurück an den Spot. Und siehe da, es klappte. Klein aber fein! Und mein erster des Jahres auf ein Protein Banane Pop Up.
 
clip_image014


Es ging weiter mit der Proteinsuche bei Marc, der einen Spiegler mit 26 Pfund hakte.

 clip_image016


Die Zeit neigte sich langsam dem Ende zu und man plant schon den nächsten Ansitz bei einer Runde Karten, einem Kaffee und einer Zigarette und dabei lässt man sich natürlich nur von einem Biss unterbrechen. Der Nächste Schuppmann zeigte sich und war über 30 Pfund!

clip_image018


In den 5 Tagen hatten wir noch ein paar Karpfen und auch noch die ein oder andere Brasse. Es war ein sehr schöner Start ins neue Angeljahr, mit schönen Fischen, neuen Bekanntschaften am Wasser und einem See, den wir wieder besuchen werden. Es zeigte sich viel Potenzial mit einer schönen Durchschnittsgröße und noch weitaus größere Karpfen.
In diesem Sinne, ein erfolgreiches Jahr 2013

Petri Heil und bis zum nächsten mal...

Marc und Henry. 
















Sonntag, 14. April 2013

Ach Du dickes Ei!

P1010015
 
 
Mein Sessionstart liegt nun eine Woche hinter mir und so langsam realisiere ich, was geschehen ist.


Es stand schon länger fest, dass ich mein Sessionauftakt am Osterwochenende in Echternach machen würde. Was mir aber ein wenig Kopfschmerzen machte, war das Wetter! Wettervorhersage für die Woche „arsch kalt“!!! Nach mehrmaligem Abwägen ob ich fahre, konnte ich mich dazu durchringen meine erste Session zu starten, auch wenn ich mir nicht wirklich viel erhoffte. Aber wie der liebe Reiner zu sagen pflegt: „Nur die Harten kommen in den Garten“
Ich machte mich am Ostersonntag auf den Weg nach Luxemburg, am See angekommen musste ich mein ganzes Gerödel erst mal vom Parkplatz einmal rund um den See mit einem Autoanhänger schieben. Zu zweit eine super Sache der Anhänger, alleine echt besch… Völlig am Ende am Platz angekommen, konnte ich gerade noch aufbauen und meine Ruten blindlinks ins Wasser werfen... Erst mal schlafen und am nächsten Morgen geht’s dann richtig los!!
Alles klar, am nächsten Morgen, das Futterboot mit Echolot ins Wasser und Spots suchen... gesagt getan! Bei vier Ruten, die ich hier fischen kann, schon ein wenig Arbeit...

FütternBoot01 P1010022


An großartig füttern war ja nicht zu denken, bei nur 6 Grad Wassertemperatur hies es eher, kleine Fallen stellen und darauf hoffen, dass mal ein Karpfen vorbeischwimmt! Als Spotmix machte ich mir am Vorabend einen schönen Eimer mit gecrushten Boilies, micro Pellets, Mais, Thunfisch und einem guten Schuss Mac Liver Soak.


Futter01Futter02

Nach dem Auslegen der Ruten war ich zufrieden, die vier Spots lagen schön weit auseinander und in verschiedenen Tiefen.

 IchStelleView01

Am Abend bekam ich dann noch Besuch vom Chris der hier Gewässeraufsicht macht... Als wir ein wenig fachsimpelten bekam ich den allerersten Biss des Jahres... ganz zögerlich...Piep Piep....Piep.. ich dachte nur „naja mal ne Brasse!“ Doch als ich anschlug und ein Krümmen meiner Rute spürte dachte ich „och doch was Ordentliches.“...Es gab keine Große Gegenwehr, es kam mir vor als wenn ich einen Baumstamm zu mir her zog... doch dann gab der Fisch doch nochmal Gas und versuchte um die Ecke zu schwimmen...doch alles ging gut.. Chris kescherte den Fisch und als ich sah was sich im Kescher befand dachte ich nur!!! ACH DU DICKES EI! Auf jeden Fall über 20 KG!
 
Ein geiler Schuppi! Als ich den Fisch gewogen hatte, konnte ich es kaum fassen 50+ und um es genau zu nehmen 26.4kg!!!
Yeahh Ostermontag - erster Biss und gleich Neuer PB - 
einfach unglaublich!
Nach nicht allzu großen Erwartungen war das echt der Hammer... Bei 6 Grad Wassertemperatur!
Der Fisch kam erst mal in den Sack, um an nächsten Morgen schöne Fotos zu machen...

_MG_5774
_SchuppiEchternach26.4kg01




Nachdem ich mit Hilfe vom Chris am nächsten Morgen Fotos gemacht habe und den Fisch gerade wieder zurücksetzte, kam der nächste Biss, wieder auf die gleiche Stelle! Doch leider schlitzte er aus.. auch ein guter vom Gefühl... da dachte ich mir „Doch kein Zufallsbiss von dem Großen“ ...

Bis zum Abend bekam ich dann noch mehrere Bisse… Brassen, ein Amur und fast zur gleichen Zeit wie am Vorabend kam dann noch ein richtiger Biss... Dauerton Yeahhh!!! Wieder ein Schuppi und ich konnte mein Glück kaum fassen - wieder über 20 kg und zwar knapp 22kg!

 SchuppiEchternach22kg02


In der Nacht kam dann noch ein geiler Spiegler von 17 Kg vorbei... und alle auf White Onion! Es lief einfach unglaublich!

SpieglerEchternach17.3kg02

SpieglerEchternach17.3kg01

Bei den weiteren Fotos half mir der Christian den ich dort kennenlernte. Er saß auch am See ein paar Plätze weiter. Christian vielen Dank nochmal!
Am Mittwoch habe ich über den Tag wieder ein paar Brassen gefangen und in der Nacht auf Donnerstag konnte ich noch einen schönen Schuppi mit 50+ fangen. Ich konnte es kaum noch glauben! Ich war überglücklich!!!

SchuppiEchternach25,5kg01IMG_5832

Von Donnerstag auf Freitag konnte ich noch einen Schuppi mit 18.5 kg fangen.

SchuppiEchternach18.5kg01SchuppiEchternach18.5kg02

Am Freitag beschloss ich dann glücklich, zufrieden und mit einem guten Schnupfen nachhause zu fahren…aber der Schnupfen hat sich gelohnt!!!
Alle Fische bissen auf die White Onions als Schneemann mit einen Protein Pop Up.

Baits01

Es war mein bester Sessionstart und ich freue mich sehr auf dieses Jahr am Wasser, besser kann es ja nicht anfangen!


Lieben Gruß
Marc



















Mittwoch, 13. März 2013

Wann wirds endlich wieder Sommer...
Summertime Feelings 


Der Winter geht vorüber, die ersten Sonnenstrahlen drängen sich durch die Wolken. Das einzige an was ich denken kann, ist der letzte Sommer. Die Temperaturen steigen und man erinnert sich an die vergangene Zeit. 

Es begann alles so wie immer, doch da wusste ich noch nicht wie es enden würde. Der Platz wurde schnell gesucht, das Tackel aufgebaut und der Spot mit einer Mais-Hanf-Weizen Mischung angefüttert. 

clip_image003clip_image005


Nun begann das große warten auf den erlösenden Biss. Viele Stunden vergingen und nichts geschah. Nicht einmal der Wind hatte es geschafft die Bissanzeiger zum Auslösen zu bringen. Die erste Nacht brach an, viele der Angler die neben uns fischten, sagten das alles gut aussieht etwas noch heute Nacht zu fangen. Die Stunden vergingen, doch der Biss blieb aus. Nach einer ausgeharten Nacht legte ich mich am Morgen schlafen. Ich träumte von einem harten Biss auf die Rute, die auf 160m ausgelegt war. Plötzlich wurde ich von einem Freund aufgeweckt, denn mein Vater drillte einen Fisch. Der Traum hatte sich nun in die Wirklichkeit verwandelt und wie ich im Nachhinein herausfand, war der Biss kein Traum, sondern das Geräusch welches meine Ohren von dem Bissanzeiger wahrnahmen.

Das heranpumpen des Fisches dauerte nicht lange, denn es handelte sich um einen wunderschönen Amur. Doch kurz vor dem Kescher entbrannte die hemmungslose Kraft des Fisches. Nach 5 Minuten landete der Fisch im Kescher. Es wurde weder gemessen noch gewogen um ihm keinen größeren Stress zuzufügen.

clip_image007
clip_image009


Beim Zurücksetzen ereignete sich etwas Unerwartetes! Ich hielt den Amur am Schwanz um ihn freizulassen und in diesem Moment ertönte ein dauerhaftes Geräusch von meiner linken Rute. Ich ließ den Fisch los und rannte zu meiner Angel. Anschlag, trotz der Entfernung von 160 Meter spürte ich den Fisch und merkte dass dies kein kleiner sein kann. Der Drill zog sich in die Länge, der Fisch flüchtete nach links und nach rechts. Erst nach geschlagenen 25 Minuten bekamen wir den Fisch zusehen, ein großer massiger Körper drehte sich vor unseren Füßen und schoss wieder zurück in die Tiefe. Nach weiteren 5 Minuten schaffte es mein Vater, den Karpfenbullen ins Netz zu schieben. Ich schrie vor Freude auf und sprang am Platz wie ein kleines Kind, denn ich wusste dass dies mein größter Karpfen überhaupt sei. Nach einer paarminütigen Fotoreihe entließ ich das prachtvolle Tier wieder in sein Element.


clip_image011clip_image015 


Mit Vorfreude warteten wir auf den nächsten Biss, doch der Blieb eine lange Zeit aus. Erst nach 4 Tagen des Wartens, wurden wir mit einem schwachen, aber andauernden Biss belohnt. Die Sonne war gerade erst aufgegangen und ich wurde von dem Biss auf die rechte Rute, aus meinem Schlaf gerissen. Barfuß lief ich zur Angel und setzte den Anhieb. Der Fisch gab keine Gegenwähr, daher wusste ich schon dass es sich um einen Amur handeln muss. Jedoch hätte ich nie Erwartet, dass der Fisch am anderen Ende meiner Schnur, so eine enorme Größe haben würde. Der Kampf begann erst wenn der Fisch das Ufer gesehen hat. Sofort gab er mächtig dampf und riss mir mindestens 30 Meter Schnur von der Rolle. Die Fluchten, die dieser Fisch leistet, waren einfach nur enorm. Die Zeit verflog wie im flug. Erst nachdem der Fisch gekeschert wurde, hat mir mein Vater gesagt, dass dieser Fisch nun fast 40 Minuten gekämpft hat.
Der Fisch ließ sich auch auf der Abhakmatte kaum Bändigen. Er schlug mit seinem Schwanz so stark, dass ich mich auf ihn legen musste um das Abrutschen zu verhindern. Wir haben den Fisch nur schnell gemessen und ihn dann wieder freigelassen.

clip_image017


Diese zwei Fische, die ich in diesem Sommer fangen konnte, werde ich nie wieder vergessen. Es war ein Erlebnis das sich in mein Herz gebrannt hat und meine Leidenschaft zum Angeln um ein vielfaches vergrößert hat! 

Euer Jan Jablonski 







Freitag, 15. Februar 2013

Es ist geschafft, die Halle strahlt…

 
Eines hat ja die kalte Jahreszeit an sich, man kann Dinge erledigen für die sonst wenig Zeit bleibt…

So kam es dazu, dass wir am Anfang des Jahres beschlossen, unsere “heilige Produktionshalle“ mal auf Vordermann zu bringen, was wirklich nötig war… Das hieß, alle Produkte, alle Zutaten und Gerätschaften raus aus der Halle und in einem Nebengebäude lagern. Alles, was sich an den Wänden befand, Regale, Bilder usw. musste entfernt werden. Da wir es gerne etwas heller und freundlicher in der Halle haben wollten, musste das große Tarnnetz von der Decke verschwinden… 

DSC_0805


Doch was sich unter dem Netz befand, war eine marode Styropordämmung, die auch mal kurz entfernt werden musste…. (Ich in meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ja anfangs noch, „die Halle auf Vordermann bringen…. Ach mal ein wenig Farbe an die Wände und mal durchgefegt und gut ist"….) 
Aber genauso gewissenhaft und gründlich wie der Cheffe seine Boilies macht, so erledigt er auch die Hallengeschichte…. Also keine halben Sachen…

DSC_0812


Nach dem die Halle grundentkernt und sauber war, ging es an das Streichen… 


DSC_0833 - Kopie

DSC_0835


Nach dem Anstrich, kam das Einräumen und viele Ideen für das Dekorieren der Halle… So viele schöne graue Wände, ein wahres Paradies für einen Graffiti Künstler…


 


Ein Kollege (Der Mo) hat in der Graffitiszene gute Verbindungen und so kam es dazu, dass er mit einem Freund in die Halle kam, um sie ein wenig zu verschönern!


_MG_4410

_MG_4425

_MG_4442



_MG_4487

_MG_4513


Echt krass, was die Beiden da mal so schnell an die Wand gehauen haben!!


Ach ja, unser Logo Karpfen hat jetzt einen kleinen, sehr rebellischen und halbstarken Bruder bekommen!!!


IMG_4540


So, nach dem die Deko-Aktion abgeschlossen war, kam die Zeit des Einräumens… aber zuvor wurden alle Gerätschaften gereinigt und gewartet…


Bald wird wieder gerollt


Und ich sage Euch, der Aufwand hat sich gelohnt!!!


P1000703

P1000693

P1000723


Und jetzt kann wieder gerollt werden… die Vorbereitungen für die Messen und den Sessionstart 2013, laufen auf hochtouren…


P1000739


Also, wir sind bereit und freuen uns schon sehr auf dieses Jahr.


In diesem Sinne,
Gruß Euer Marc


Ach ja… In der nächsten Ausgabe vom Carp Mirror 02/13 ist ein kleiner Bericht über unsere Boilieherstellung zu finden…

fisch_schwarz_gross 2